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Samstag, 9. Januar 2016, 10:22

Ägypten Urlaub

Im Jahr 2003 war ich in Ägypten und fühlte mich sehr zu Hause.
Es war warm, geradezu heiß.
Auf dem Nil zu fahren und alte Städte zu besuchen
war eine tolle Erfahrung.
Im Tempel von Karnak Linkwurde
nachts eine Lichtschau mit Erzählung vorgetragen.
Laute Trommeln schallten übers Gelände und ein Ahnung
vergangener Zeiten stieg auf.

Kennt Ihr dieses Gefühl?
Signatur von »Lady Martina« Die Geduld nicht verlieren, auch wenn es unmöglich scheint. Das ist Geduld.
~chinesisches Sprichwort~

2

Samstag, 9. Januar 2016, 11:56

Zuhause in den Bergen

Ja, das Gefühl kenne ich. Mir geht es so, wenn ich in die Berge, vor allem in die deutschen Alpen fahre: Die Ruhe, die Geborgenheit, die Schönheit und die Macht der Berge ziehen mich stets an und es war immer wie eine Rückkehr. :thumbsup: Wenn die Sonne über die Bergkämme aufsteigt und die Täler aus dem Dunklen heraus erstrahlen, lohnt sich für mich sogar das frühe Aufstehen in der Freizeit. :love: Das Empfinden hatte ich trotz den Vorbereitungen und während des G-7-Einsatzes, immer wenn ich in den Bereich Garmisch fuhr, bzw. als wir dort quartiert waren mit allen Ablenkungen der langen Dienstzeiten. Und mir ging das schon als Jugendlicher so: Berge! Gut!. Dabei muss ich gar nicht auf jeden Gipfel rauf. ;)

3

Dienstag, 19. Januar 2016, 22:46

Ich glaube, ich kenne beide Gefühle, ich hätte sie aber für mich unterschiedlich eingeordnet.

Was Martina beschreibt ... das tiefgreifende Gefühl mit etwas altem, nicht umfassend verstandenem Berührung zu haben. Etwas, das seinen Schatten auf mich wirft und mich spüren lässt, das an diesem Ort zu einer völlig anderen Zeit Dinge geschehen sind, die einen Schatten auf meine Existenz werfen. Solche Gefühle hatte ich z.B. in den Ruinen von Rom, auf griechischen Inseln und auch in Dachau.

Bei Jörgs Beschreibung fühle ich eher den Kontakt zu etwas Gewaltigem, das mich spüren lässt, wie klein und unbedeutend mein Wirken im Vergleich zum großen Räderwerk der Welt ist.

Beiden gemeinsam sind eine Reihe von Aspekten, dass man sicher beides unter dem Begriff 'Demut' zusammenführen kann.
Was denkt Ihr?

4

Dienstag, 19. Januar 2016, 23:49

Demut, ja, unbedingt.
Da gibt es viele Orte und Momente für. Allen eigen ist ein Augenblick der Stille, in der ich in der Welt, konfrontiert mit einem Ort, einer Stimmung, einem Moment, mich in Relation dazu sehe. Als Beobachter, oder als Bestandteil. Berührt, so oder so.

Es gibt auch noch etwas darüber hinaus. Manchmal nenne ich es Erinnerung, ob an dieses oder ein anderes Leben.

Manchmal ist es der Ort selbst, der seine eigene Erinnerung regelrecht auszudünsten scheint, so dass sie mich berührt, ohne dass ich einen direkten persönlichen Bezug dazu herstellen kann. In Dachau ging mir das so. Als ob der ganze Ort Schmerzen und Verzweiflung ausatmet und ich mich davon nicht abgrenzen kann. Ich war nicht lange dort und es war keine Demut, sondern Entsetzen.

Birgit
Signatur von »Lady.Birgit«
~Vor den Problemen wegzulaufen, zählt nicht als Bewegungsübung ~


Wann, wenn nicht jetzt?
Wer, wenn nicht ich?


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5

Dienstag, 23. Februar 2016, 20:56

Ja, Erinnerungen sind da viele und in Demut schaue ich mir oftmals Dinge noch einmal an.

Einige Male kam ich schon an Orte, mit denen mich Erinnerungen verbanden....ich wusste, hier war ich schon einmal, nur nicht in diesem Leben.
Das ging mir früher sehr oft so, aber mit zunehmendem Alter sind die Erinnerungen an Plätze weniger geworden.
Es ist für mich so, als könnte ich die Zeitfenster auf der Zeitspur nur bis zu einer bestimmten Punkt betrachten und mich erinnern.

Verblüffend war für mich vor einigen Jahren, als ich meine 2 Söhne damals 17 und 10 Jahre alt für 3 Stunden in Bad Tölz lies, dass sie mir bei der Abholung einstimmig erzählten, dass mein älterer Sohn hier schon einmal gelebt hatte.
Er kannte sich aus, wie in seiner Westentasche und der Jüngere von beiden berichtete, dass sein großer Bruder jeweils wusste, was um die Ecke für Gebäude stehen.
Sie waren in der Altstadt unterwegs und seit diesem Erlebnis ist mein Sohn davon überzeugt, dass er dort gelebt hatte.

Ich denke, wir haben solche Erinnerungen um zu erkennen, dass wir unendlich sind.

Bei Empfindungen an Plätzen, an denen schreckliche Dinge passiert sind, wird es mir richtig schlecht und schwindlig und ich verlasse diese Plätze dann voll Trauer in mir.
Ich konnte in Dauchau und Auschwitz den Tod und die Verzweiflung regelrecht riechen und hatte diesen Geruch noch lange nach dem Aufenthalt in der Nase.
Es war das blanke Entsetzen.

An anderen Orten, wie in den Bergen oder in Griechenland hatte ich stets angenehme Empfindungen, die auch mit Erinnerungen verbunden waren.

Denkt ihr, dass es unsere eigenen Erinnerungen sind, oder können wir die Ereignisse, die an Orten geschehen sind, auch wenn wir sie nicht kennen, mit unseren Sinnen wahrnehmen?

6

Samstag, 6. August 2016, 01:12

Kennt Ihr dieses Gefühl?


Oh ja, ich kenne das Gefühl sehr gut.

So geht es mir manchmal wenn ich mich in alten Teilen von manchen Städten aufhalte.
Oder in Museen.
Ein schönes, wenn auch sehnsüchtiges Gefühl.

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