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Freitag, 26. Juli 2019, 15:52

Redensarten

Hallo zusammen,

wie Ihr vielleicht schon gelesen habt habe ich lange die Redensarten-Thread´s im Forum gepflegt.

Nun Redensarten begegnen mir immer noch, hier habe ich ein paar Fragen dazu zusammengetragen, falls Ihr Antworten habt bin ich froh wenn Ihr mir behilflich sein könnt :)


Wenn mal wieder Not am Mann ist?

- Wieso Not am Mann und nicht Not an der Frau?
- Verwendet Ihr diese Redensart heute noch?
-

Wie unterscheiden sich Redensarten mit Redewenungen?
Wurde dies Frage hier schon beantwortet?
Wann fragt man wieso und wann weshalb, wann warum?
Schweifen diese Fragen schon zu sehr vom Thema "Redensart" ab?
Gibt es Redensarten welche Euch bekannt sind, jedoch noch ein Rätsel?

auf bald
marco

2

Samstag, 27. Juli 2019, 02:45

Freu, mal sehen was kommt ;)
Signatur von »Sir Thomas Marc« Nichts zu wissen ist keine Schande, nicht zu fragen schon!
Wer interpretiert, was er von anderen hört, bewegt sich lichtschnell am Kern der Worte der Anderen vorbei.
Lest ruhig zwischen den Zeilen. Auch wenn dort nichts steht...

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3

Samstag, 27. Juli 2019, 11:50

Hi,

Hm, ich habe hierzu mehrere Ideen gefunden.

1)
umgangssprachlich; Diese Wendung geht auf eine ältere und heute ungebräuchliche Redensart zurück, die "Wenn die Not an den Mann herangetreten ist" lautete. In ihr war noch ein stark allegorischer Aspekt (Frau Not) zu spüren, der heute nicht mehr nachwirkt
(Quelle: https://www.redensarten-index.de/suche.p…e%5B%5D=rart_ou)


2)
Ist eine Gefahr besonders groß, dann ist „Not am Mann“.
Dieser Spruch stammt aus der Zeit, als im Krieg noch Mann gegen Mann gekämpft wurde – ohne
weitreichende Waffen und Zielfernrohre. Man stand dem Gegner Auge in Auge gegenüber.
Die Bedrohung, die „Not“, war ganz nah: direkt „am Mann".
(Quelle: https://www.mittelalter-kontor.com/cms/r…edensarten.html)

3)
Variante: Not an Mann, Mann voran!
(Quelle:https://www.sprichwoerter.net/deutsche-s…mann-voran.html)
Auch zitiert in Karl Simrock, Die deutschen Sprichwörter. Sprichwort 7591



Spontan spricht mich die erste Erklärung an meisten an.
Allerdings hat die dritte vom Klang her etwas militärisches bzw. maritimes an sich, was zur zweiten Erklärung passen könnte.
Wenn man ganz wild kombiniert könnte man aus der dritten auch einen Aufruf an Bogenschützen verstehen „nockt an!“ aber das ist vermutlich nur ein Kurzschluss in einer meiner Gehirnwindungen.

[schon wieder wurde der untere Teil gefressen, füge ihn wieder an]

Spannend!

Ist letztlich eine Redewendung nicht einfach eine kürzere Form der ausformulierter es Redensarten?

Was meint ihr dazu?
Signatur von »Scintilla« Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Scintilla« (27. Juli 2019, 11:53)


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Mittwoch, 14. August 2019, 12:32

Ich kenne eigentlich nur eine Version von Bedeutung.

Nämlich die, daß ein Mann in Not ist und dringend Hilfe braucht.

Das mag sehr wohl daher kommen, das im Krieg eben nur Männer eingesetzt werden und keine Frauen, womit "Not an der Frau" nicht vorkommt.

In alten Zeiten mag es eher mit dem Krieg verbunden sein, heute wird dieses Sprichwort dazu benutzt um auf einen Mangel an Hilfe aufmerksam zu machen.

5

Mittwoch, 6. November 2019, 11:32

Ist letztlich eine Redewendung nicht einfach eine kürzere Form der ausformulierter es Redensarten?


Wie ich es verstanden habe ist eine Redensart eine Phrase welche aktuell oft für Situationen benutzt wird eine Redewendung jedoch ist bereits "eingesessen". Also ähnlich wie ein neues Wort erst den Weg in den Duden finden muss...
kann noch keine Garantie auf diese Aussage geben.