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Mittwoch, 13. April 2016, 18:47

Ewiges Leben durch Maschinen

Dies sind weiterführende Gedanken zum Thema, das wir hier haben Prothesen / Cyborgs

Letzendlich geht es darum, daß der Mensch nach Unsterblichkeit strebt.
Nicht nur Maschinenteile, wozu übrigens Brille, Hörgerät und Kniegelenke auch gehören,
werden bereits als Ergänzung des menschlichen Körpers und dessen Funktion
eingesetzt. Auch das Übertragen eines Bewusstseins in eine unsterbliche Maschine
sind immer wieder Themen von SciFi-Filmen, wie z.B. der Rasenmähermann.

Was damals noch als utopisch galt, wird mit zunehmender Kenntnis
über digitale Bearbeitung, die Steigerung der Schnelligkeit und Kapazität
dieser Maschinen, immer vorstellbarer und vielleicht auch machbarer.

Problematisch wird es bereits wenn, sagen wir, nur der Kopf Original ist,
der Rest Maschine. Dieses begeht einen Mord. Ist es dann die Maschine,
die diesen Mord begeht, oder der Mensch. Wie ist das beweisbar?
Ab wieviel Prozent wechselt das?
Wo sitzt denn eigentlich genau unser Bewusstsein. Unser Wesen?
Im Kopf? Was muss übrig sein um noch Ich zu sein?
Signatur von »Lady Martina« Die Geduld nicht verlieren, auch wenn es unmöglich scheint. Das ist Geduld.
~chinesisches Sprichwort~

2

Mittwoch, 13. April 2016, 20:32

Übrig bleiben sollte die Gewissenskontrolle und die Möglichkeit, sich entscheiden zu können, beispielsweise die Tat zu begehen oder eben nicht. Also neben der Entscheidungs- und Handlungsfreiheit auch der Zugang zu einem umfänglichen Wissen für oder gegen die Tat, als Grundlage für eine Gewissensentscheidung. Gefühle gehören auch zu diesen Entscheidungsgrundlagen.

Der Sitz unseres Wesens ist im gesamten Körper, meine ich, und ist mit allen Körperteilen verbunden in ständigem Austausch. Ab wann unser Wesen, unsere Seele nicht mehr in einem immer stärker maschinenlastigen Körper stecken kann, ist mir nicht bekannt. Aber ich glaube an den Sinn, in einem lebenden Körper inkarniert zu sein und nicht in ein Maschinenkörper.

3

Donnerstag, 14. April 2016, 10:28

Zitat

Problematisch wird es bereits wenn, sagen wir, nur der Kopf Original ist,
der Rest Maschine. Dieses begeht einen Mord. Ist es dann die Maschine,
die diesen Mord begeht, oder der Mensch. Wie ist das beweisbar?
Ab wieviel Prozent wechselt das?


Was hierzu meines Erachtens auch gehört, ist eine Blickrichtung die zumindest mir sagt, dass die Diskussion weit früher beginnt.
Nehmen wir die zunehmende Automatisierung von Fahrzeugen/Autos.
Gerade gestern hörte ich im Radio einen kurzen Bericht, dass die EU entschieden hätte eine weitergehende Automatisierung von Autos zu genehmigen, allerdings unter der Vorgabe, dass diese Automatisierung jederzeit vom Fahrer abgeschaltet werden kann.

Das setzt einen Fahrer voraus, der trotz Automatisierung vollständig aufmerksam ist und sich seiner Verantwortung bewusst.

Und was passiert dann mit der Haftung bei Tötungen durch ein Fahrzeug - was ja gar nicht so besonders selten ist - wenn auch da unklar ist, wer den Fehler begangen hat, Mensch oder Maschine?
Ja, das haben wir jetzt schon. Das eine ist ein technischer Fehler, das andere ein Fahrerfehler. Wie gut das nachweisbar ist, weiß bestimmt Jörg.

Wir brauchen die Maschinenteile also gar nicht in unseren Körper zu integrieren. Ich denke sogar, dass dieses plakative Bild eher ablenkt.
Sind nicht viele unserer Handlungen schon Maschinengebunden?
Ist es so wichtig, ob unser Bewusstsein in einer Maschine drin ist, oder wir lediglich unser Bewusstsein über eine Maschine wirken lassen indem wir sie benutzen?

Das Gefühl von Unsterblichkeit ist das Gefühl von Unverletzlichkeit. Genau das vermitteln benutzte Maschinen doch. Das heißt die ethische Entscheidung ist schon lange dran, bevor wir ins Extreme gehen.
Und ja, was Menschen sich vorstellen können, das machen sie auch früher oder später. Zumindest zeigen uns das die Erfahrungen, der vergangenen ziemlich vielen tausend Jahre.

Zitat

Was muss übrig sein um noch Ich zu sein?


Die Frage stellt sich ja schon ohne jeglichen Zusammenhang mit Maschinen.
Überspitzt könnte ich behaupten, dass schon viele der herumlaufenden Menschen da draußen gar nicht "Ich" im Sinne von persönlich individuell und selbst entschieden sind.

Zitat

Übrig bleiben sollte die Gewissenskontrolle und die Möglichkeit, sich entscheiden zu können, beispielsweise die Tat zu begehen oder eben nicht. Also neben der Entscheidungs- und Handlungsfreiheit auch der Zugang zu einem umfänglichen Wissen für oder gegen die Tat, als Grundlage für eine Gewissensentscheidung. Gefühle gehören auch zu diesen Entscheidungsgrundlagen.


Wer umfänglich manipulierbar ist, wer besitzt denn diese Fähigkeiten?

Also mein Statement: Nicht die Maschine ist oder macht das Problem - oder müssten wir uns diese Gedanken machen, wenn zum Beispiel ein christlich verstandener Engel* in eine Maschine/Roboter übertragen werden könnte?

lg
Birgit

* also diese Liebe-Leuchte-Engel aus Kinderbüchern, nicht diese echten Schwert-Feuer-Blut Viecher * :rolleyes:
Signatur von »Lady.Birgit«
~Vor den Problemen wegzulaufen, zählt nicht als Bewegungsübung ~


Wann, wenn nicht jetzt?
Wer, wenn nicht ich?


>>meine Amazon-Wunschliste<<

Mein Blog: Birgits Kaffeetasse

Threema ID: 8E7F4UTS



4

Donnerstag, 14. April 2016, 19:37

Und was passiert dann mit der Haftung bei Tötungen durch ein Fahrzeug - was ja gar nicht so besonders selten ist - wenn auch da unklar ist, wer den Fehler begangen hat, Mensch oder Maschine?
Ja, das haben wir jetzt schon. Das eine ist ein technischer Fehler, das andere ein Fahrerfehler. Wie gut das nachweisbar ist, weiß bestimmt Jörg.


Kein Problem der Nachweisbarkeit: Wenn heute ein Fahrlehrer bei der Prüfung eingreift, piepts auch sofort im Auto. Diese Autos zeichnen einfach jeden Eingriff des Fahrers auf. Passiert ein Unfall, und der Fahrer hat nicht eingegriffen, wird kein deutsches Gericht ihn aufgrund Unzuverlässigkeit der Maschine freisprechen sondern mit dem berühmten "Begehen durch Unterlassen" eine pflichtwidrige Verletzung ahnden.

Für mich sind diese Autos aufgrund Fehlen jeglicher straf- und vor allem zivilrechtlichen Regelung (Schadensersatzansprüche an den Fahrer oder an den Autohersteller, am Besten an verschiedene Teilehersteller wie Sensoren, Kameras u. s. w.), noch lange nicht praktikabel, egal was sich die EU einbildet.


Die Frage stellt sich ja schon ohne jeglichen Zusammenhang mit Maschinen.
Überspitzt könnte ich behaupten, dass schon viele der herumlaufenden Menschen da draußen gar nicht "Ich" im Sinne von persönlich individuell und selbst entschieden sind.


Wer umfänglich manipulierbar ist, wer besitzt denn diese Fähigkeiten?

Also mein Statement: Nicht die Maschine ist oder macht das Problem - oder müssten wir uns diese Gedanken machen, wenn zum Beispiel ein christlich verstandener Engel* in eine Maschine/Roboter übertragen werden könnte?


Also ich meine, jeder noch so Manipulierte KÖNNTE sich ja mal freischwimmen, mal bewusst werden, was auch solchen durch ein heftiges "Auf die Schnauze fallen" immer wieder mal geschieht. Daher trenne ich das noch und habe grundsätzlich für Menschen ohne Maschinenanteil Hoffnung. Ja, meine übliche Lanze für die Menschheit ... ;)

Für mich muss ein Mensch schon vollständig manipuliert sein, um gar nicht mehr sein Gewissen hinzuziehen zu können, bzw. an seinem Gewissen zu packen ist. Bei gewissenloser Kontrolle sind wir auch von außen nahezu machtlos. Na ja, bis auf die "Mikorsoftlösung" Runterfahren erzwingen und neu hochfahren, anders konditioniert natürlich.

Das Gefühl von Unsterblichkeit ist das Gefühl von Unverletzlichkeit. Genau das vermitteln benutzte Maschinen doch. Das heißt die ethische Entscheidung ist schon lange dran, bevor wir ins Extreme gehen.
Und ja, was Menschen sich vorstellen können, das machen sie auch früher oder später. Zumindest zeigen uns das die Erfahrungen, der vergangenen ziemlich vielen tausend Jahre.


Ja, stimmt. Aber einiges bleibt doch im kleinen Kreis hängen und wird von der Masse nicht akzeptiert: Was in Laboren alles abläuft möchte ich tatsächlich gar nicht wissen.

Mir fällt immer wieder in letzter Zeit ein Spruch aus dem neueren Robin Hood Film mit Russel Crowe ein, in dem Aufwachende sich so lange erheben, bis sich immer mehr anschließen und eine Wende erzwingen: "Sich erheben, immer wieder, bis die Lämmer zu Löwen werden."
Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass es sich in dem Film um eine Schwertinschrift handelt ... :rolleyes: