Meinem Lehrer,
Mein Lehrer, Du bist nun gegangen,
das Alter hat Dich eingefangen,
in meinen Armen schliefst Du ein,
so wolltest Du, so sollt es sein.
Mein Lehrer, ich vermiss die Schritte,
die Morgends füllten meine Mitte,
Du mußtest gehen, die Zeit war um
ich war Geleit für Dich darum.
Nie werd' ich Deine Zeit vergessen,
nie werd' ich andere an Dir messen,
nie werd' ich Bilder aus mir lassen
die unsere Zeit und Liebe maßen.
Du hast zum Schluss mir noch gegeben,
das wie zum Loslassen vom Leben,
die vollen Jahre mit Dir in allen Tiefen
haben wir erlebt, wie wir sie riefen.
Du hast mich Treu' und Lieb gelehrt,
Du hast mich als Freund und Herr verehrt,
Du hast mich nie im Stich gelassen
ich kann es kaum in Worte fassen.
Nun liegst Du hier an meiner Seit,
und ich mach Dir den Weg bereit,
ein neues Haus für Dich zu finden,
und von Dir in dem Haus zu künden.
Zur Ruh trag ich Dich bald in dieser Welt,
doch was Die Seele tut, das Zählt,
So werden wir uns wieder sehen,
wenn wir uns wieder neu verstehen...
Dein Thomas...